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"Der neue Tag" vom 03.07.2007, Netzcode: 11035525
Hunderte Gäste bei Mozart und Liszt
Kirchenchor St. Jakob verzaubert mit klassischer Musik die Vollmondnacht

Mitterteich. (sgr) Ein großer Erfolg war das geistliche Konzert Samstagnacht anlässlich des 75. Stadtjubiläums. Nachdem bereits 250 Karten im Vorverkauf weggingen, war der Andrang an der Abendkasse nochmal so hoch.

Die Mitterteicher machten ihrem Kirchenchor alle Ehre und führten ihre elegante Kleidung aus, was die festliche Stimmung noch verstärkte. Auch Petrus hatte ein Einsehen und erhörte die Gebete während der Woche: das Wetter blieb stabil und trocken.

Häppchen und Getränke

Der Förderverein des Kirchenchors unterstrich seinerseits mit den exklusiven Häppchen und Getränken die gehobene Atmosphäre. Obwohl die Sektbar bereits ab 19 Uhr geöffnet war, trudelten die Gäste erst ab 19.30 Uhr langsam ein und genossen den im Eintrittspreis enthaltenen Sektcocktail. Kurz nach 20.30 Uhr, nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Roland Grillmeier, startete schließlich das Konzert mit "Ich will den Namen Gottes loben" von Johann Sebastian Bach in der festlich geschmückten und erleuchteten Kirche.

Lediglich am Anfang hat die Orgel den herrlichen Gesang etwas übertönt statt begleitet, was sicherlich an dem Enthusiasmus und der Begeisterung des Chorleiters Mathias Schraml lag. Das nachfolgende "Laudate Dominum, omnes gentes" von Mozart mit einem Sopransolo von Margareta Kusmierz ließ einen erschauern, der Chor verstand es dies noch zu unterstreichen.

Auch das "Ave Maria" von Franz Liszt berührte die Herzen, wie es mit gekonnten Piano- und Forte-Passagen durch das Kirchenschiff flüsterte und dann wieder brauste. Dann durfte Bernd Scheltner als Tenor die Besucher mit seinem "Panis Angelicus" von César Franck überzeugen.

Nach einer halbstündigen Pause auf dem mit Kerzen und Fackeln beleuchteten Kirchplatz, auf dem die Gäste die wunderschöne Stimmung genießen konnten, ging das Konzert mit einem Orgelsolo von Uso Seifert in die zweite Runde, dem dann der Chor ein Sanctus folgen ließ.

Nach dem Agnus Dei von Puccini, das mit seiner Leichtigkeit und den Tenor- und Bass-Soli bestach, wechselte der Chor von der Empore in den Altarraum um die Zuhörer mit mehreren a capella-Stücken zu erfreuen. Besonders das "Vater unser" von Tschaikowsky ließ so manches Herz höher schlagen. Mit Franz Xaver Engelharts "Abendgebet" durften Luitgard Müller und Margareta Kusmierz mit ihren Solis nochmals ihr Können unter Beweis stellen. Vorerst beschlossen wurde die Nacht mit dem "Abendsegen" von Engelbert Humperdink.

Professionelle Leistung

Pfarrgemeinderätin Carmen Roose sprach dann noch allen aus dem Herzen, wie sehr die Darbietung von der Größe und Liebe Gottes zeugte und bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Mit "Der Mond ist aufgegangen" verabschiedeten sich die Laiensänger, die eine wahrhaft professionelle Leistung ablieferten, endgültig.

Anschließend fanden sich noch etliche Besucher ein, um die Nacht gemeinsam auf dem Kirchplatz bei Vollmond ausklingen zu lassen.